Ingenieur Hochwasserschutz
Funktion und organisatorische Einordnung
Der Ingenieur Hochwasserschutz entwickelt, bewertet und begleitet bauliche und technische Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser, Starkregen, Rückstau und oberflächliche Überflutung. Die Funktionsbezeichnung wird in der Praxis für ingenieurtechnische Stellen im Wasserbau und Hochwasserschutz verwendet. Im betrieblichen Facility Management liegt der Schwerpunkt nicht auf großräumiger Gewässerbewirtschaftung, sondern auf der resilienten Ausgestaltung von Grundstücken, Gebäuden, Außenanlagen und kritischer technischer Infrastruktur. Der Ingenieur untersucht Zuflusswege, Geländetopografie, Rückstauebene, Entwässerungskapazität und mögliche Eintrittsstellen und übersetzt diese Befunde in technisch belastbare Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise Geländeanpassungen, Rückhaltung und Versickerung, Schutz von Türen und Öffnungen, Rückstausicherungen, Pumpanlagen, mobile oder stationäre Barrieren sowie die hochwasserangepasste Anordnung kritischer Technik. Die Funktion kann intern, in einem Planungsbüro oder als beauftragte Ingenieurleistung wahrgenommen werden. Sie ersetzt keine bauordnungsrechtlich erforderlichen Fachplaner, keine prüfberechtigten Stellen und keine betriebliche Hochwasserschutzkoordination.
