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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Rückstau aus der Grundstücksentwässerung verhindern und Untergeschosse sichern

Facility Management: Flutschutz » Leistungen » bauliche Maßnahmen » Rückstauschutz

Rückstau als eigener Gefahrenweg

Bei Starkregen kann die öffentliche Kanalisation ihre hydraulische Leistungsgrenze erreichen. Abwasser oder Niederschlagswasser kann dann über angeschlossene Leitungen in tiefer liegende Gebäudebereiche zurückdrücken. Besonders gefährdet sind Bodenabläufe, Sanitärobjekte, Waschplätze, Rampenentwässerungen und technische Anschlüsse unterhalb der örtlichen Rückstauebene. Das Umweltbundesamt nennt Rückstau neben oberflächlich zulaufendem Wasser ausdrücklich als wesentlichen Eintrittsweg bei Starkregen.

Rückstaurisiken durch technische Schutzmaßnahmen reduzieren

Entwässerungsbestand vollständig erfassen

Grundlage des Schutzkonzepts ist ein verlässlicher Bestandsplan der Grundstücksentwässerung. Erfasst werden Schmutz-, Regen- und Mischwasserleitungen, Schächte, Hebeanlagen, Rückstauverschlüsse, Abscheider, Pumpensümpfe und Notentwässerungen. Auch ungenutzte oder nachträglich verschlossene Leitungsanschlüsse sind zu prüfen. Erfahrungsgemäß stimmen ältere Pläne nicht immer mit dem ausgeführten Zustand überein. Deshalb sind Leitungsverlauf, Fließrichtung und Anschlussverhältnisse vor Ort zu verifizieren.

Geeignete Technik auswählen

Rückstauverschlüsse, Hebeanlagen und automatische Absperreinrichtungen besitzen unterschiedliche Einsatzgrenzen. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Abwasserart, Nutzungshäufigkeit, notwendiger Entwässerung während eines Rückstauereignisses und Bedeutung der betroffenen Räume. Dauerhaft benötigte Entwässerungsstellen dürfen nicht durch eine ungeeignete Absperrlösung funktionslos werden. Die technische Planung muss außerdem Erreichbarkeit, Energieversorgung, Alarmierung, Wartung und einen sicheren Zustand bei Ausfall berücksichtigen.

Betriebsbereitschaft nachweisen

Eine vorhandene Rückstausicherung ist nur wirksam, wenn sie regelmäßig kontrolliert, gereinigt und funktionsgeprüft wird. Pumpensümpfe, Schwimmer, Sensoren und Alarmkontakte benötigen nachvollziehbare Wartungs- und Prüfzyklen. Bei elektrisch betriebenen Einrichtungen ist zu klären, ob eine Ersatzstromversorgung erforderlich ist. Störungen müssen an eine dauerhaft besetzte Stelle oder einen geregelten Bereitschaftsdienst übermittelt werden. Ersatzteile, Serviceverträge und Zugänglichkeit sind Bestandteil des Betriebskonzepts.

Verhalten bei Rückstau regeln

Beschäftigte und Nutzer müssen wissen, welche Entwässerungsstellen während eines Rückstaus nicht verwendet werden dürfen und wie auf eine Störmeldung zu reagieren ist. Absperreinrichtungen dürfen weder blockiert noch eigenmächtig außer Betrieb gesetzt werden. Für Technik- und Reinigungspersonal werden kurze Arbeitsanweisungen hinterlegt. Nach einem Rückstauereignis sind Anlagenzustand, mögliche Verunreinigungen und entstandene Schäden zu prüfen, bevor die Entwässerung wieder uneingeschränkt freigegeben wird.

Entwässerungselement

Typisches Risiko

Erforderliche Absicherung

Bodenablauf im Keller

Rückströmendes Abwasser

Geeignete Rückstausicherung

Sanitärobjekt im Untergeschoss

Überflutung und hygienische Belastung

Fachgerecht geplante Hebeanlage oder Sicherung

Tiefgaragenrampe

Hoher Oberflächenzufluss

Rinne, Pumpensumpf und Rückstauschutz

Abscheideranlage

Überfüllung oder Rückfluss

Überwachung und geregelte Absperrung

Pumpenschacht

Ausfall von Pumpe oder Schwimmer

Alarmierung und Redundanz

Regenwasserleitung

Überlastung oder Rückstau

Hydraulische Prüfung und Notwasserweg

Rückstauverschluss

Verschmutzung oder Blockade

Regelmäßige Funktionsprüfung