Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Menschen bei Starkregen und Überflutung sicher alarmieren und evakuieren

Facility Management: Flutschutz » Leistungen » Notfallmanagement » Evakuierung und Personenschutz

Menschen vor Sachwerten schützen

Bei einer drohenden Überflutung besitzt der Schutz von Personen uneingeschränkten Vorrang. Beschäftigte dürfen nicht zu spät in Keller, Schächte oder Tiefgaragen geschickt werden, um dort Barrieren zu montieren, Pumpen zu bedienen oder Fahrzeuge zu bergen. Wasserstände und Strömungen können innerhalb kurzer Zeit stark zunehmen. Das BBK rät ausdrücklich davon ab, sich während eines Hochwassers im Keller aufzuhalten; höher gelegene Bereiche können im Ereignisfall den sichereren Aufenthaltsort bilden.

Personensicherheit bei Starkregen und Überflutung gewährleisten

Sichere Wege festlegen

Evakuierungswege werden nicht automatisch aus dem Brandschutzkonzept übernommen. Außenliegende Fluchtwege, Unterführungen, Rampen, Kellerzugänge und tief liegende Sammelplätze können gerade bei Starkregen gefährlich werden. Deshalb benötigt das Gebäude hochwasserspezifische Wege und alternative Sammelorte. Je nach Lage kann eine Verlagerung in höher gelegene Gebäudebereiche sicherer sein als das Verlassen des Gebäudes. Beide Strategien werden vorab bewertet und eindeutig ausgelöst.

Personengruppe

Besonderes Risiko

Vorgesehene Schutzmaßnahme

Beschäftigte in Untergeschossen

Kurze Fluchtzeit

Frühzeitiger Voralarm

Alleinarbeitende

Alarm wird nicht wahrgenommen

Direkte Alarmbestätigung

Besucher

Fehlende Ortskenntnis

Begleitung durch zuständige Person

Fremdfirmen

Unklare Einbindung

Aufnahme in Standortunterweisung

Mobilitätseingeschränkte Personen

Nicht nutzbare Wege oder Aufzüge

Persönliche Unterstützung und Alternativroute

Hör- oder sehbeeinträchtigte Personen

Alarm wird nicht erkannt

Mehrkanalige Alarmierung

Nacht- und Schichtpersonal

Geringere Personalstärke

Angepasste Bereitschaftsorganisation

Anwesenheit verlässlich feststellen

Im Notfall muss bekannt sein, welche Beschäftigten, Besucher, Lieferanten und Fremdfirmen sich im Gebäude befinden. Zutrittsdaten können diese Aufgabe unterstützen, dürfen aber wegen möglicher Strom-, Netzwerk- oder Systemausfälle nicht die einzige Informationsquelle bilden. Empfang, Werkschutz, Veranstaltungsorganisation und Fremdfirmenkoordination benötigen abgestimmte Verfahren. Vermisstenmeldungen werden zentral gesammelt und ausschließlich an qualifizierte Einsatzkräfte weitergegeben.

Besondere Bedarfe berücksichtigen

Personen mit eingeschränkter Mobilität, Seh- oder Hörbeeinträchtigungen, Sprachbarrieren oder gesundheitlichen Einschränkungen benötigen angepasste Unterstützung. Hilfspersonen, sichere Wartebereiche, alternative Kommunikationsmittel und barrierefreie Routen werden vorab festgelegt. Auch ortsunkundige Besucher und Beschäftigte im Nacht- oder Alleinbetrieb sind einzubeziehen. Individuelle Unterstützung darf nicht von einer einzigen Person abhängen, die im Ereignisfall möglicherweise selbst nicht anwesend ist.

Eigengefährdung verhindern

Die interne Organisation unterstützt die Räumung, übernimmt aber keine ungeschulte Wasserrettung. Überflutete Bereiche werden gegen Betreten gesichert. Elektrische Anlagen, offene Schächte, beschädigte Bauteile und verunreinigtes Wasser können auch bei geringer Wassertiefe erhebliche Gefahren verursachen. Nach der Räumung bleiben Personen an sicheren Aufenthaltsorten, bis eine autorisierte Entwarnung vorliegt. Übungen prüfen, ob Alarmierung, Wegeführung und Vollzähligkeitskontrolle tatsächlich funktionieren.